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Bundeswehr Witze

Die Bundeswehr existiert bekanntlich erst seit dem Jahr 1955. Schon bei ihrer Gründung gab es die ersten Witze über die neu aufgestellten Streitkräfte. Doch die historischen Wurzeln gehen bis ins Altertum zurück. Schon die Römer pflegten Witze über ihre Soldaten zu machen – aber auch die Legionäre selbst erzählten sich zum Teil sehr derbe Witze über Vorgesetzte, fremde Länder, Kameraden und was auch immer ihren Alltag damals bestimmen mochte. Sehen kann man das sogar heute noch in einigen Ausgrabungsstätten und Museen, wo römische Graffitis (nicht selten an Wänden von Toiletten) Zeugnis über die Scherze ablegen, die schon damals im und über das Militär gemacht wurden.


Bundeswehr Witze

Am Ende des Baumes

ZDV 08/15 Am Ende des Baumes hört der Soldat selbständig mit den Kletterbewegungen auf…

Soldaten in Kabul sicher?

Ich bin ein bisschen um die Sicherheit unserer Soldaten besorgt: Hoffentlich sind in Kabul die Gehwege gestreut!

Schwuler Rekrut

Rekrut: „Herr Leutnant, wir haben einen Schwulen in unserem Trupp.“ Leutnant: „So, wer denn?“ Rekrut: „Küssen sie mich, und ich verrate es!“

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Unterscheiden muss man bei Bundeswehr Witzen diese drei Hauptkategorien:

  • Witze, die von Kameraden über die Bundeswehr oder andere Kameraden erzählt werden
  • Witze, die von Außenstehenden über die Bundeswehr gemacht werden
  • Witze, die hauptsächlich der Satire und bissigen (bisweilen auch unsachlichen) Kritik an der Bundeswehr dienen.

Lustig sind die Witze über die Bundeswehr immer dann, wenn sie gewisse Grenzen nicht überschreiten. So sollte bei einem solch sensiblen Thema nicht vergessen werden, dass Leid und Tod zum Alltag vieler Soldaten gehören und entsprechend sensibel darauf reagiert wird. Ähnlich sieht das in anderen Berufsgruppen aus, wie bei der Feuerwehr, der Polizei oder auch im Krankenhaus. Nichtsdestotrotz existieren natürlich auch derbe Witze über die Bundeswehr.

Früher waren Witze über das Militär gefährlich

Heute ist es kein Problem mehr, sich über das Militär und die Bundeswehr im Speziellen lustig zu machen, da wir in einer freien Gesellschaft leben. Lediglich aktive Soldaten sollten bei der Wahl ihrer Witze insofern vorsichtig sein, dass man mit der Beleidigung eines Vorgesetzten schnell disziplinarische Probleme bekommen kann. Davon abgesehen lassen sich über die Bundeswehr aber ebenso Witze erzählen wie über alle anderen Lebensbereiche. Das war auf deutschem Boden bekanntlich nicht immer so. In Ostdeutschland konnten Witze über die damalige Nationale Volksarmee (wie eigentlich alle potenziell politisch einzustufenden Witze) ernste Folgen für den Scherzkeks haben, der sie erzählte. Von den Gefahren im Dritten Reich ganz zu Schweigen. Dennoch kennt vermutlich jeder, der einen Großvater bei der Wehrmacht hatte, die zahlreichen Witze, die damals hinter vorgehaltener Hand gemacht werden mussten. Dabei sparte man die gefährlichen Themen durchaus nicht immer aus – man musste eben nur aufpassen, wem man einen Witz erzählte.

Narrenfreiheit im Laufe der Zeit

In der Geschichte war es immer problematisch, gegenüber der Obrigkeit – und dazu gehörte das Militär nun einmal auch – Kritik zu äußern. Obwohl innerhalb der Streitkräfte Witze zum Alltag gehörten und aus Gründen der allgemeinen Moral auch bis zu einem gewissen Grad toleriert wurden, konnten Scherze normale Bürger durchaus den Kopf kosten. Eine Ausnahme war die sprichwörtliche Narrenfreiheit, die man beispielsweise während des Karnevals genießen konnte. An diesen Tagen des Jahres war so gut wie alles erlaubt und es kommt nicht von ungefähr, dass die meisten traditionellen Karnevalsvereine Uniformen tragen, die an militärische Outfits vergangener Zeiten erinnern. Auch der typische schiefe „Helau“-Gruß ist im Prinzip nur eine Abwandlung des Salutierens, über das man sich lustig machen wollte.

Auch bei der Bundeswehr wird gelacht

Die Bundeswehr steht in einer demokratischen Tradition und muss daher auch Kritik und Witze aushalten können. Hinzu kommt, dass durch die bis vor Kurzem noch geltende Wehrpflicht ein Großteil der männlichen Bevölkerung seit 1955 in der Bundeswehr gedient hat und die Witze sich daher entsprechend in der Gesellschaft etabliert haben. Doch auch die Witze über die Bundeswehr sind Veränderungen unterworfen, die mit dem Zeitgeist und der jeweiligen politischen Situation zu tun haben. So sind Witze aus der Zeit des Kalten Kriegs heute kaum noch zu hören und würden von einem Teil der Zuhörer auch gar nicht mehr verstanden. Auch die teilweise sehr sarkastischen Witze über den Starfighter, der bekanntlich relativ oft abstürzte, erreichen heute nicht mehr so ohne Weiteres das Komikzentrum im Hirn der nachwachsenden Generationen, da sie mit der Thematik nicht mehr aus erster Hand vertraut sind.

Unvermeidlich: Die Alkoholwitze

Zumindest zu Zeiten der Wehrpflicht waren Witze über den Alkoholkonsum bei der Bundeswehr an der Tagesordnung. Eine gewisse Selbstironie schwingt dabei freilich mit, denn die Leute, die davon berichteten, hatten nicht selten selbst als Rekruten an den Ausschweifungen mitgewirkt. Dass es sich dabei aber eigentlich nur um eine schiefe Wahrnehmung der Wirklichkeit handelt, sei nur am Rande erwähnt. Immerhin repräsentiert eine Organisation wie die Bundeswehr (insbesondere mit Wehrpflichtigen) einen Querschnitt der Gesellschaft. Dass also Probleme wie Drogen und Alkoholkonsum im Durchschnitt bei Soldaten (und deren Witzen) ebenso oft vorkommen wie bei Studenten oder anderen Personengruppen, ist nachvollziehbar. Für Witze ist es aber gar nicht relevant, wie „realistisch“ die Vorurteile sind, nach denen sie funktionieren – man lacht einfach darüber, weil die Ausnahme die Regel bestätigt. Schließlich kennt auch jeder eine dumme Blondine oder einen faulen Beamten.

Bundeswehr Witze von Insidern für Insider

Aber nicht nur über die Wehrpflicht und den oft als stupide empfundenen Wehrdienst haben Generationen von Bürgern Witze gemacht. Innerhalb der Bundeswehr drehen sich die Scherze um Vorgesetzte, Zustände in den Kasernen, um Ausrüstung oder andere Dinge, die der Amtsschimmel unfreiwillig zur Komik erhebt. So sind manche technischen Bezeichnungen an sich derart witzig, dass sie Außenstehenden einfach absurd vorkommen müssen. Das ist zwar nicht nur bei der Bundeswehr so, wird hier aber durch den Einblick der vielen Wehrpflichtigen in den Dienstalltag eher nach außen transportiert als beispielsweise im Finanzamt. Mit der Veränderung der Auftragslage und der Außerkraftsetzung der Wehrpflicht ändern sich auch die Witze über und innerhalb der Bundeswehr. Die stets vorhandenen Insiderwitze konzentrieren sich heute eher auf die aktuellen Auslandseinsätze und werden nicht immer vom Rest der Bevölkerung verstanden. Dennoch: Bundeswehr Witze sind und bleiben beliebt, trotz oder gerade weil so viele Menschen im freiwilligen und unfreiwilligen Kontakt mit den Streitkräften stehen oder standen.